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Rundbrief Juli 2020
Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
sehr geehrte Damen und Herren,
Zunächst vielen Dank Allen, die das Erscheinen einer ansehnlichen Ostermarschanzeige trotz Corona ermöglicht haben. Die Aktivitäten auch der Friedensbewegung waren und sind eingeschränkt – aber sie sind während der Pandemie nicht erloschen!
Die Auswirkungen von Corona …
Auch wenn noch nicht alle Nach- und Auswirkungen absehbar sind, lässt sich doch mit Sicherheit sagen: Die sehr hohen finanziellen staatlichen Mittel zum Abwenden einer wirtschaftlichen Krise aufgrund von Corona müssen ja zurückbezahlt werden. Hier gilt es öffentlichen Druck zu entwickeln, damit
- nicht bei Sozialem und Bildung mit Verweis auf leere Kassen gespart wird;
- v.a. die gegebenen Versprechen zum Ausbau des Gesundheitswesens eingehalten werden;
- den verbalen Wertschätzungen von „systemrelevanten Berufen“ (Pflege; Gesundheit, Handel, …) auch entsprechende dauerhafte finanzielle Vergütungen folgen.
Wir werden mithelfen in diesen Auseinandersetzungen das Motto einzubringen
„Spart endlich bei der Rüstung!“ Verabschiedet euch als erstes von der unsinnigen Regel, künftig 2 % der Wirtschaftsleistung für die Bundeswehr ausgeben zu wollen!
Trump droht – der Bundesrepublik …
… mit dem dauerhaften Abzug von etwa 9 500 Soldaten. Vorausgesetzt diese Truppen werden nicht noch näher an die Grenze zu Russland oder Richtung China verlegt, wäre das ja ein ausbaufähiger Beginn der notwendigen Abrüstung zumindest mal in Europa. Dabei könnten die USA ihre Atomwaffen in Büchel gleich mitnehmen. Leider gibt der Aufschrei der politischen Repräsentanten unseres Landes dazu wenig Hoffnung. Dass man dann eben selbst „mehr für die Verteidigung tun müsse“ und die Gefährdung vieler Arbeitsplätze war da das Hauptthema. Den zweiten Punkt nehmen wir ernst. Eine vorausschauende Konversions- und Regionalpolitik heißt nicht nur unsere Antwort.
Atomare Teilhabe
Unbedingt den Finger weiterhin zumindest ein bisschen am atomaren Drücker zu haben scheint bei der Bundesregierung einen hohen Stellenwert zu besitzen. Wie lässt sich denn sonst der geplante Kauf von 45 „F-18“ Kampfbombern erklären? Mit diesen Flugzeugen können weiterhin die Atombomben in Büchel durch deutsche Piloten in ein „feindliches Gebiet“ geflogen werden. Dabei hat vor genau zehn Jahren der Bundestag den Abzug der Atomwaffen aus Büchel beschlossen. Im Gegensatz zu Aufrüstungsbeschlüssen (Bewaffnung der Drohnen steht an) wurde dieser Beschluss nicht umgesetzt.
Wehrpflicht als Arznei gegen braunen Sumpf?
Die braunen Netzwerke in den Sicherheitsapparaten unseres Landes lassen sich nicht länger als bedauerliches Verhalten von Einzelpersonen abtun. Neben der hessischen Polizei ist aktuell die „Eliteeinheit“ KSK (Kommando Spezial Kräfte) in die Schlagzeilen geraten. Da soll sogar eine Kompanie aufgelöst werden und der ganze Trupp wurde „unter Beobachtung“ gestellt. Das ist ein Anfang. Nichts halten wir vom Vorschlag, dass die Wiedereinführung der Wehrpflicht die Nazis in der Bundeswehr in die Schranken weisen würde. Abbau von Feindbildern, Beendigung militaristischer Traditionen und weltweiter Kriegseinsätze und nicht zuletzt Abrüstung sind nach allen Erfahrungen besser geeignet.
Humanitäre Hilfe, politische Interessen und Sanktionen
Die Diskussion im UN-Sicherheitsrat über eine Verlängerung der Hilfslieferungen in die syrische Provinz Idlib hat für Schlagzeilen gesorgt. Ob Übergänge in türkisch besetztes und auch durch terroristisch kontrolliertes Gebiet dafür genutzt werden sollten, blieb strittig. Statt darüber zu streiten, welche kleineren Regionen im syrischen Staatsgebiet Hilfe erhalten sollen, hätte sich Deutschland auch dafür einsetzen können, dass sie alle Menschen in Syrien erhalten. Was den Menschen in diesem kriegsgebeuteltem Land allerdings am meisten helfen würde, wäre die Beendigung der furchtbaren Sanktionen. Sie treffen vor allem die einfachen Menschen Syriens. Durch Corona nochmals verstärkt. Die Sanktionen müssen aufhören, damit Syrien die Chance auf einen Neuanfang hat.
Hoffnungsschimmer?
Nach dem INF Vertrag (keine landgestützten Mittelstreckenraketen) haben die USA auch den Ausstieg aus dem „Open Skies“ Abkommen angekündigt. Es regelt militärische Beobachtungsflüge. Da überrascht es positiv, dass die USA und Russland am 22. Juni Gespräche über eine Abrüstungsvereinbarung zu Atomwaffen in Wien begonnen haben. Der bisherige „Start Vertrag“ läuft am 5. Februar 2021 aus.
Hiroshima Tag
Hiroshima mahnt!
Gedenken an die Opfer des Abwurfs der 1. Atombombe auf die japanische Stadt vor 75 Jahren.
Donnerstag, 6. August 2020, 21 bis 23 Uhr; Museumsbrücke in Nürnberg;
mit vielen Kerzen, etwas Musik und Redebeiträgen.
Gedenken heißt auch: Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland, aus Büchel in der Eifel. Aufkündigung der Unterstützung der US-Army im Rahmen der atomaren Teilhabe.
Atomwaffen abschaffen weltweit!
Veranstalter*innen: FINO; Friedensmuseum Nürnberg e.V., NEFF, Pazifik Infostelle, Mission Eine Welt, IPPNW, Mütter gegen Atomkraft, Friedensforum Nürnberg u.a.m.
Nächstes Treffen
am Montag, den 10. August 2019, um 19.00 Uhr in der Gaststätte „Palmengarten“,
Untere Kanalstr. 4
TOP Vorschlag
1. Politische Situation;
2. Antikriegstag
3. 26.09.20: Bundesweite Demo gegen Atomwaffen und Drohnenleitstelle
4. Verschiedenes
Mit friedlichen Grüßen
Günter Höcht Michael Kaeser Ewald Ziegler
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Weitere UnterstützerInnen für die Zeitungsanzeige erwünscht!
Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
sehr geehrte Damen und Herren,
unsere traditionelle Ostermarschanzeige wird das größte sichtbare Zeichen für Frieden und Abrüstung in der Region an Ostern in diesem Jahr sein.
Helfen Sie mit, dass wir eine ansehnliche Größe der Anzeige schaffen, denn das Problem ist, dass keine Veranstaltungen und Gruppentreffen stattfinden bei denen UnterstützerInnen gewonnen werden können.
Deshalb bitten wie Sie zu überlegen, wen Sie noch in Zeiten von Corona als Unterstützer/in gewinnen können.
Hier steht der bundesweite gemeinsame Ostermarschaufruf der Friedensbewegung.
Mit freundlichen Grüßen
Ewald Ziegler
(Für den Sprecherkreis)
Nürnberger Friedensforum
www.friedensforum-nuernberg.deSpenden erbeten auf folgendes Konto:
Ewald Ziegler Sonderkonto
Postbank Essen,
IBAN DE60 3601 0043 0695 2924 37 -
Der Ostermarsch 2020 muss leider entfallen
Rundbrief vom 16. März 2020
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ostermarsch 2020 muss leider entfallen
Die Vorsichtsmaßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus zumindest zu verlangsamen, treffen auch unseren für den 13. April in Nürnberg geplanten Ostermarsch. Er muss entfallen!
Für die Abschlusskundgebung vor der Lorenzkirche hatten wir geplant:
Redebeiträge:
- Sophie Kipfmüller, Ev. Jugend Nürnberg, Nürnberger Friedensforum
- Michael Müller, Bundesvorsitzender NaturFreunde Deutschland
Musik:
- Untold dreams
Wir bedanken uns für die Bereitschaft zur Mitwirkung und möchten dabei auch einmal Matthias Schmidt nennen, der seit Jahren für die Beschallung sorgt.
Alternative?
Es gibt bei uns und bundesweit Diskussionen darüber, ob und wenn ja wann eine Friedensaktion für den ausgefallenen Ostermarsch stattfinden soll? Um dazu eine einvernehmliche Entscheidung treffen zu können, werden wir bei der nächsten Sitzung am 20. April darüber beraten. Wir hoffen das Treffen kann stattfinden.
Zeitungsanzeige erscheint
Unsere Anzeige in „NN“ und „NZ“ ist somit in diesem Jahr die alleinige Möglichkeit unser Friedensanliegen an Ostern möglichst vielen Menschen darzulegen. Helfen Sie mit, damit dies mit einer ansehnlichen Anzeige gelingt. Ein entsprechendes Formular liegt bei.
WICHTIG:
Wir wollen und können aber nur die Namen in der Anzeige veröffentlichen von denen eine Erlaubnis vorliegt. Deshalb: Wer die Anzeige mit seinen Namen unterstützen möchte, muss dies unbedingt mitteilen. Am besten mit dem vorformulierten Abschnitt. Andere Geldeingänge müssen wir als Spenden werten. Auch davon gibt es ja zum Glück einige.
Großmanöver Defender 2020
Eine Kriegsübung von 37 000 SoldatInnen aus 18 Ländern wird trotz Coronavirus nicht abgesagt, es soll laut „NN“ vom 17.03.20, S. 5 „geordnet beendet werden“. Was das auch immer in der Praxis bedeuten mag. Dabei zeigen auch die Auswirkungen dieses Virus, dass die Menschheit gemeinsam Probleme lösen muss. Rüstung, Säbelrasseln oder gar Krieg sind da mehr als kontraproduktiv.
Am 12. März protestierten etwa 100 Menschen am Nürnberger Flughafen gegen Defender 2020 und die Nutzung von Einrichtungen in unserer Region für den Truppenaufmarsch. Danke an alle Mitwirkenden.
Syrien, Idlib, Flüchtlinge,…
Russland und die Türkei haben sich auf einen neuen Waffenstillstand für Idlib verständigt. Durchgesetzt soll er u.a. durch gemeinsame Patrouillen werden. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ein Frieden in Syrien ist damit noch nicht erreicht. Das setzt voraus, dass endlich die Souveränität des Landes respektiert, ein landesweiter Waffenstillstand vereinbart wird, ein Abzug der fremden Truppen beginnt und allen Menschen in Syrien geholfen wird; was ein Ende der Sanktionen voraussetzt. Wer in Syrien nach wie vor den Krieg befeuert und dabei sogar Gruppen unterstützt, die von der UNO als Terroristen eingestuft werden, verlängert das Leid im Land und produziert neue Flüchtlinge. Ein Blick auf die türkisch-griechische Grenze sollte genügen, damit der Friedensnobelpreisträger EU zuerst mal an sich denkt, wenn Menschenrechte, Humanismus und andere hehren Werte verkündet werden.
USA – Taliban
Die USA und die Taliban haben sich auf eine Vereinbarung verständigt. Kurz zusammengefasst: Abzug der fremden Truppen gegen Verhandlungen der Taliban mit der Regierung in Kabul und der Zusage der Taliban, dass keine Terrorgefahr mehr von Afghanistan ausgeht. Und deshalb über 19 Jahre „Krieg gegen den Terror“?
Wie im Irak, in Libyen, in Syrien, … endet in Afghanistan das Versprechen mit einem Krieg von außen das Land zu Demokratie und Wohlstand zu führen in einem Fiasko. Zu leiden haben die Menschen.
Liste der Waffendealer 2015 – 2019
Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI hat die aktuelle Liste der größten Waffenexporteure veröffentlicht: USA 36%, Russland 21%, Frankreich 7,9%, BRD 5,8%,
VR China 5,5% (Prozentzahl ist Anteil an allen Waffenexporten in dem Zeitraum). Unangefochtener Spitzenreiter bei den Waffenimporteuren ist Saudi-Arabien.
Nächstes Treffen
am Montag, den 20. April 2019, um 19.00 Uhr ins NBH Gostenhof, Adam-Klein-Str. 6.
TOP Vorschlag
1. Planung einer Friedensaktion für den ausgefallenen Ostermarsch
2. Beteiligung am 1. Mai des DGB
3. Verschiedenes
Mit friedlichen Grüßen
Günter Höcht Michael Kaeser Ewald Ziegler
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Ostermarsch 2020 in Nürnberg
Aufruf zum Ostermarsch am 13. April 2020 in Nürnberg
Frieden First
Millionen Menschen zogen im vergangenen Jahr weltweit auf die Straße, um für eine gemeinsame Lösung der Klimakrise zu protestieren. Genauso sind Friedensfragen nur global zu lösen. Dies stellt einen fundamentalen Gegensatz zu einer Politik dar, die zunehmend Rohstoffe, Absatzmärkte und Machtstreben in den Vordergrund stellt.
So fordert die Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer die Ausweitung militärischer Einsätze: “[…] ein Land unserer geostrategischen Lage und mit unseren globalen Interessen, das kann nicht einfach nur am Rande stehen und zuschauen”.
Dazu sollen die deutschen Militärausgaben von 50 Mrd. € jährlich (etwa 1,4 % des Bruttoinlandsprodukts) auf 2 % gesteigert werden. Um Soldaten schneller in Kriegseinsätze zu schicken, soll das Entscheidungsrecht des Bundestages ausgehöhlt werden.
75 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus stehen deutsche Soldaten im Rahmen der Kriegsübung „Defender 2020“ wieder an der russischen Grenze, 200 km vor St. Petersburg. Der Großraum Nürnberg wird dabei eine der zentralen Logistikdrehscheiben sein. Sowohl die US-Stützpunkte Ansbach/Katterbach, Illesheim, Hohenfels und Grafenwöhr als auch der Flughafen Nürnberg, Bahn und Straßen sind in das Manöver eingebunden. Insgesamt sind etwa 40.000 Soldaten beteiligt. Manöver wie „Defender 2020“ säen Misstrauen, verstärken Feindbilder und treiben die Eskalation voran.
Abrüsten statt Aufrüsten ist das Gebot der Stunde
Globale Abrüstung benötigt vertrauensbildende Maßnahmen und eine Politik der Entspannung. Dazu müssen die Auslandseinsätze und die Aufrüstung der Bundeswehr beendet werden. Waffenexporte sind konsequent zu verhindern.
Atomare Gefahr bannen
Deutschland muss atomwaffenfrei werden. Die immer noch in Büchel stationierten US-Atomwaffen sind aus Deutschland abzuziehen. Die Bundesregierung muss den Atomwaffenverbotsvertrag der UNO ratifizieren. Sie muss sich diplomatisch für ein Wiederaufleben des INF-Vertrages einsetzen.
Internationales Recht stärken
Ein verbindliches Völkerrecht sowie die Einhaltung von Verträgen sind ein Garant für friedliches Miteinander. Deshalb muss die UN-Charta wieder zur Richtschnur der internationalen Politik werden – auch für unser Land. Nur in einem solchen Klima wird es möglich sein, Verbrechen gegen internationales Recht unabhängig von der Person zu bestrafen. Strukturen für diplomatische Konfliktlösung sind zu stärken.
Lassen Sie uns gemeinsam für eine friedliche Zukunft auf die Straße gehen.
Kommen Sie mit uns am 13. April 2020 zum Ostermarsch.
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Rundbrief vom 15.2.2020
Ostermarsch 2020 am Ostermontag in Nürnberg
Die Vorbereitungen für unseren Ostermarsch am 13. April sind im vollen Gange.
Der beiliegende Aufruftext wurde an zwei Abenden in dieser Endfassung erstellt. Auch in diesem Jahr wollen wir damit eine Anzeige in den Zeitungen „NN“ und „NZ“ schalten. Das geht vor allem finanziell NUR, wenn viele Menschen den Text unterstützen und die Kosten für die Anzeige mittragen. Helfen Sie bitte mit! Ein entsprechendes Formular liegt bei.
WICHTIG: Es sind bereits die ersten Beträge für die Anzeige eingegangen. Das freut uns!
Wir wollen und können aber nur die Namen in der Anzeige veröffentlichen von denen eine Erlaubnis vorliegt. Deshalb: Wer die Anzeige mit seinen Namen unterstützen möchte, muss dies unbedingt mitteilen. Am besten mit dem vorformulierten Abschnitt. Andere Geldeingänge müssen wir als Spenden werten. Auch davon gibt es ja zum Glück einige.
Letzte Meldung zum OM: Wir freuen uns, dass Herr Michael Müller, Bundesvorsitzender NaturFreunde Deutschland, bei uns als Redner am Ostermarsch zugesagt hat. Beim Kulturteil freuen wir uns auf die Gruppe „Untold Dreams“.
Irankrieg abgewendet?
Wir sind erleichtert, dass es im Konflikt zwischen den USA und dem Iran nicht zu einer kriegerischen Eskalation gekommen ist. Leider gibt es keine Anzeichen dafür, dass nun der Weg hin zur Entspannung gegangen wird. Der Ausstieg der USA aus dem Iranatomabkommen besteht fort, die USA haben ihre Sanktionen gegen den Iran verschärft und der Iran fühlt sich auch nicht mehr an das Atomabkommen gebunden. Hier wäre die oft zitierte „internationale Gemeinschaft“ gefordert, Wege aus dem aktuell eingefrorenen Konflikt zu ermöglichen.
Ganz anders in Syrien
Vor allem die neuerlichen Kämpfe in der Provinz Idlib stehen im Fokus der Berichterstattung.
Über Bombardierungen wird dabei meistens sehr einseitig berichtet, obwohl alle Bomben Menschen töten, egal wer sie wirft. Das Leiden der Zivilbevölkerung aufgrund der harten Sanktionen ist kaum im Bewusstsein.
Eigentlich haben sich die Türkei und Russland auf ein Vorgehen zur Lösung des Konflikts in Idlib verständigt. Derzeit gibt es aber nur gegenseitige Schuldzuweisungen. Zu leiden haben darunter die dort lebenden Menschen – und zwar durch beide Seiten. Wir fordern auch hier ein Ende des Sterbens und Leidens. Die Gefährlichkeit dieses Pulverfasses darf nicht unterschätzt werden: türkisches und amerikanisches Militär auf der einen und syrisches und russisches auf der anderen Seite geraten aneinander. Eigentlich aller höchste Zeit, um den Weg der Deeskalation zu beschreiten.
Demokratieexport?
Zur Begründung von Krieg und Interventionen wird auch in unserem Land gerne auf anschließende erfolgreiche Demokratieentwicklung in den betroffenen Staaten verwiesen, auch im Irak. Im Irak hat das Parlament nach der Ermordung des iranischen Generals Soleimani durch US Drohnen den Abzug aller ausländischen Truppen gefordert. Und was passiert? Kurzes Innehalten und dann weiter wie bisher, auch von Seiten der Bundesregierung. Im Gegenteil: Die Nato beschließt eine Aufstockung ihrer Truppen im Irak (NN, 12.02.20; S.4). Wie das wohl auf die Menschen im Irak wirkt?
Was man sonst über Afghanistan nicht liest
In einem ausführlichen Interview mit den „NN“ am 14.01.20 auf S. 5 hat der Cousin des ehemaligen afghanischen Präsidenten Karsai Klartext geredet. Von Stimmenkauf und Wahlbetrug ist da die Rede. So sei es strikt verboten die Räume der Wahlkommission zu betreten. Das durfte aber der US Botschafter. Außerdem schildert er, dass rund 23 000 Uigur-Türken in der Türkei militärisch ausgebildet wurden und dann über Afghanistan nach China einsickerten um dort Unruhe zu stiften.
Rechentricks mit verheerender Wirkung
Die AFD im Bundestag forderte von der Bundesregierung eine Aufstellung über die Kosten für Flüchtlinge, weil sie die offiziellen Angaben für zu niedrig hält. Der Bericht der Bundesregierung enthüllt aber etwas ganz anderes. Die Bundesregierung rechnet zu den sogenannten Flüchtlingskosten die Ausgaben für die weltweiten Bundeswehreinsätze hinzu. In den Medien leider kaum zu lesen.
Großmanöver Defender 2020 betrifft auch unsere Region
Für den größten Truppenaufmarsch seit dem Ende des „Kalten Krieges“, jetzt unmittelbar an der russischen Grenze wird auch unsere Region in Mitleidenschaft gezogen. Am Beispiel des Nürnberger Flughafens plant ein breites Bündnis am Do., den 12. März um 18.00 Uhr am Flughafen öffentlichkeitswirksam darauf hinzuweisen. Beteiligen Sie sich, wenn möglich. Auch der aktuelle Kommunalwahlkampf kann genutzt werden, um die Fragwürdigkeit des „Defender“ deutlich zu machen.
Nächstes Treffen
am Montag, den 20. April 2019, um 19.00 Uhr ins NBH Gostenhof, Adam-Klein-Str. 6.
TOP Vorschlag
1. Politische Situation 2. Auswertung OM
3. Anstehende Aktionen: 1. Mai, …. 4. Verschiedenes
Mit friedlichen Grüßen
Günter Höcht Michael Kaeser Ewald Ziegler
Veranstaltungshinweis: Fr., den 06. März um 19.30 Uhr: Film zur Geschichte des IFFF, Anita Augspurg (1857-1943) Kaulbachstr. 2 in Nürnberg. Näheres unter www.friedensmuseum-nuernberg.de