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Ostermarsch 2021 in Nürnberg
Aufruf zum Ostermarsch 2021
Lockdown für die Rüstung
Bei allen negativen Ereignissen des letzten Jahres gibt es auch Lichtblicke zu vermelden. Am 22. Januar trat der schon 2017 von der UNO verabschiedete Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Der Vertrag verbietet Staaten Atomwaffen zu testen, zu entwickeln, zu produzieren und zu besitzen. Deutschland hat bisher nicht unterzeichnet.
Der Verabschiedung des Atomwaffenverbotsvertrages steht die Bedrohung des Weltfriedens gegenüber. Die wirtschaftliche, politische und militärische Konfrontation mit Russland und China birgt ein enormes Kriegspotenzial. Sowohl die NATO (1035 Mrd. USD), als auch Russland (65 Mrd. USD) und China (261 Mrd. USD) haben ihren Militärhaushalt im letzten Jahr, zum Teil massiv, erhöht. Sie alle haben Atomwaffen in ihrem Arsenal. Die Spezies Mensch ist akut bedroht, aufgrund geostrategischer Interessen einzelner Staaten ausgelöscht zu werden. Im Interesse der Menschheit muss die Verständigung der Völker und nicht Blockaden, Sanktionen, Aufrüstung und provokative Militärübungen auf die Tagesordnung.
Eine weitere Gefahr ist die Anschaffung bewaffneter Drohnen. Vor allem die USA und Israel haben damit bisher unliebsame Personen hingerichtet. Dies ist eine menschen- und völkerrechtliche Katastrophe und mit einem Terroranschlag vergleichbar.
Drohnen senken die Bereitschaft einen Krieg anzufangen, da der Angreifer sein eigenes Militär scheinbar keiner Gefahr aussetzt. Angriffskriege werden damit leichter führbar, ohne eigene Risiken einzugehen. Das Potenzial bewaffneter Drohnen will nun auch die Bundeswehr für ihre Einsätze nutzen.
Aktuell fordert die Covid-Pandemie die Staatshaushalte. Klimaschutz, Bildung, sozialer Wohnungsbau und industrieller Wandel benötigen dringend mehr Ressourcen. Trotzdem möchte die Bundesregierung in Zukunft 2 % des Bruttoinlandproduktes für Militär verwenden. Die Gründe werden manchmal sogar öffentlich genannt: Rohstoffe, Märkte und weltpolitische Geltung.
Jeder Euro, der beim Militär gespart wird, ist gut für die Umwelt, erhöht die Sicherheit und die Lebensqualität von uns und den nachfolgenden Generationen.
Unsere Vision für eine friedliche Zukunft:
- Deutschland unterzeichnet und ratifiziert den Atomwaffenverbotsvertrag.
- Die Bundeswehr beendet ihre Auslandseinsätze.
- Deutschlands Außenpolitik dient der friedlichen Verständigung der Völker. Kooperation ersetzt die Konfrontationspolitik.
- Drohnen bleiben der Wissenschaft, den Modellfliegern und den Fotografen überlassen.
- Statt für Aufrüstung werden die Gelder im Interesse der Menschheit investiert.
- Rüstungsexporte gehören der Vergangenheit an.
- Rüstungsfirmen stellen auf nachhaltige, zivile Produktion um.
Für diese Ziele gehen wir am 5. April 2021 zum Nürnberger Ostermarsch.
Ich unterstütze die Ostermarschanzeige 2021 und bin mit der Veröffentlichung meines Namens und meines Berufs in den „NN“ bzw. in der „NZ“ einverstanden. Ich stimme zu, dass bei Bedarf das Friedensforum in einem abgesonderten Kasten eine Stellungnahme zu aktuellen Entwicklungen in die Zeitungsanzeige einfügt
O Zur Finanzierung dieser Anzeige überweise ich mindestens 25,- EURO
(ermäßigt mindestens 12,50 EURO) auf folgendes Konto:
Ewald Ziegler -Sonderkonto- Postbank Essen,
Konto -Nr.: 695292437, BLZ: 360 100 43; Kennwort: Ostermarschanzeige.
IBAN: DE60360100430695292437; BIC: PBNKDEFF
O ich habe bar bezahlt
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Vorname Name
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Straße PLZ Ort
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Beruf/Funktion *
——————————————– —————————-
Ort, Datum Unterschrift
* Auf Angaben über eine Parteizugehörigkeit bitten wir zu verzichten!
Bitte lesbar ausfüllen und bis spätestens Freitag, 26. März 2021 senden an:
Nürnberger Friedensforum, c/o Ewald Ziegler, Okenstr. 22, 90443 Nürnberg
oder per mail: info@friedensforum-nuernberg.de
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Rundbrief Januar 2021
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde!
Auf diesem Wege möchten wir Ihnen noch ALLES GUTE für 2021 wünschen. Und uns allen wünschen wir ein Ende der Kriege und ein Jahr der Abrüstung!
Ostermarsch am Ostermontag, den 05. April
Wir haben mit den Vorbereitungen des diesjährigen Ostermarsches am 05. April in Nürnberg begonnen und hoffen, dass die Coronapandemie bis zu dem Termin eine geeignete Form der Durchführung erlaubt. Dem Schreiben liegt ein Entwurf für den Aufruf zum Ostermarsch bei. Ein Dankeschön an Gisbert, Günter, Michi und Oliver, die das Papier erarbeitet haben.
Die Endfassung des Aufrufs soll beim nächsten Forumstreffen am Montag, den 18. Januar beschlossen werden. Eine Woche später, am 25. Januar, wollen wir die organisatorischen Aufgaben angehen und verteilen. Näheres zu den beiden Treffen am Ende des Schreibens.
Weiterer Erfolg …
… nach dem Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags am 22. Januar: Die SPD Bundestagsfraktion hat die Anschaffung bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr zunächst gestoppt. Das freut uns. Und wie zu befürchten war, haben die dafür aktiven Abgeordneten viel Kritik von Seiten ihres Koalitionspartners CDU/CSU und sogar aus den eigenen Reihen erhalten. Der Hauptvorwurf: Sie verwehren den SoldatInnen der Bundeswehr einen technisch möglichen Schutz. Dazu zwei Anmerkungen. Bewaffnete Drohnen sind Angriffswaffen, die weitab von eigenen SoldatInnen zerstören und töten sollen. Das setzt die Hemmschwelle für den Waffeneinsatz herab. Außerdem lehrt die Geschichte, dass neue Waffensysteme noch nie Soldaten auf Dauer geschützt haben. Sie werden früher oder später von allen eingesetzt und es werden „Gegenwaffen“ entwickelt. Der beste Schutz nicht nur für SoldatInnen ist immer noch KEIN KRIEG!
Spätestens nach …
… der Bundestagswahl am 26. September wird das Thema erneut zur Entscheidung anstehen. Und nicht vergessen werden darf, dass die Entwicklung einer EU eigenen bewaffneten Drohne läuft. Auch diese Waffe muss gestoppt werden. Das nächste europäische Kampfflugzeug, das Future Combat Air System (FCAS) soll auch über bewaffnete Drohnenschwärme verfügen. Nachzulesen in deutscher Sprache unter: http://www.senat.fr/rap/r19-642-3/r19-642-31.pdf
Höhere Rüstungsausgaben …
… abgesegnet. Leider hat der Bundestag den „Einzelplan 14“ (Verteidigungshaushalt) für 2021 um 1,28 Milliarden EUR auf 46,93 Milliarden EUR erhöht. Nach internen NATO Kriterien, da kommen noch Ausgaben aus anderen Haushaltstiteln hinzu, sind es 2021 sogar 53 Milliarden EUR. Wir haben uns im Vorfeld dieser Entscheidung an dem bundesweiten Aktionstag am 05.12.20 gegen die Erhöhung der Rüstungsausgaben beteiligt. Trotz Corona war das eine gelungene Aktion. Dank Reiner Braun für seine Rede und allen die zum Erfolg der Aktion beigetragen haben. Wir werden in diesem Sinne weiter aktiv bleiben und sind uns sicher, dass nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen mit der Coronapandemie die Forderung nach Abrüstung für Gesundheit und Soziales noch mehr Zustimmung erhalten wird.
Ohne großes Aufsehen …
… in den meisten Medien unseres Landes hat die Bundesregierung am 02.09.2020 „Indopazifik Leitlinien“ verabschiedet. Seitdem intensiviert das Bundesverteidigungsministerium seine Bemühungen mit möglichst vielen Staaten in der Region rund um China enger militärisch zusammenzuarbeiten. Auch hier fordern wir: Entspannungspolitik statt neuer Kalter Krieg!
Nicht durchsetzen …
… konnte sich UNO Generalsekretär Antonio Guterres mit seinem Vorschlag wegen Corona einen weltweiten Waffenstillstand zu vereinbaren. Leider! Alle Kriege gehen bisher auch im Jahr 2021 weiter. Welch ein Wahnsinn!
Nächste Treffen
am Montag, den 18. Januar 2021 und am Montag, den 25. Januar 2021,
jeweils um 19.00 Uhr bei DIDF in der Wiesenstraße 86.
Da zu befürchten ist, dass wir diese Treffen aufgrund der Coronapandemie nicht als Präsenzveranstaltung durchführen können, hier das Vorgehen für ein digitales Treffen:
Es findet dann am 18.01. und am 25.01. um 19 Uhr beim Konferenzprogramm Jitsi statt.
Es muss dafür nichts heruntergeladen werden.
Einfach die Seite https://meet.jit.si/FriedensforumN%C3%BCrnberg im Browser (Firefox, Chrome, Safari etc.) aufrufen.
Sollte es dabei zu Problemen kommen, rufen Sie unter 0911/47892412 an und wir versuchen eine Lösung zu finden.
Einziger TOP am 18.01.2021: Ostermarschaufruf
TOP am 25.01.2021:
- Wenn nötig Ostermarschaufruf 2. Organisation Ostermarsch
Mit friedlichen Grüßen
Günter Höcht Michael Käser Ewald Ziegler
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Rundbrief November 2020
Sehr geehrte Damen und Herren,
Rüstung auf Erden…
… und leider kein Friede. Besser fänden wir, die Worte des Nürnberger Christkinds und der Zustand der Welt würde besser zusammenpassen. Besonders weit in die Welt muss man dabei gar nicht schauen. Direkt hier in Deutschland steht in der zweiten Dezemberwoche der Beschluss des Bundeshaushalts an. Schon wieder soll der Militäretat erhöht werden. Von hundert Euros gehen dann elf fürs Militär drauf. Und das in Zeiten, bei denen so viele dringend auf Unterstützung angewiesen sind, um die Corona-Pandemie wirtschaftlich zu überleben. Die Situation im Gesundheits- und Bildungsbereich ist seit langem prekär. Statt hier zu investieren und unser aller Leben zu verbessern, wird das Geld in Rüstung gesteckt. Das ist unvernünftig und natürlich ein Schritt weg vom „Frieden auf Erden“. Dagegen protestieren wir am 05.12 von 13-15 Uhr am Hallplatz. Wir freuen uns ganz besonders dazu den Co-Präsidenten des International Peace Bureau (IPB) in Genf, Reiner Braun, begrüßen zu dürfen. Beteiligen Sie sich am Protest gegen die Aufrüstung unseres Landes.
Der bundesweite Aufruf zur Aktion liegt bei.
38 zusätzliche Eurofighter für die Bundeswehr!
Die Luftwaffe hat vom Bundestag grünes Licht für die »derzeit größte Einzelbewilligung« (FAZ 16.11) erhalten, um 38 Eurofighter noch im November zu bestellen und 5,4 Milliarden Euro dafür auszugeben. Vor den Haushaltsberatungen werden bereits Tatsachen geschaffen.
Waffenstillstand in Armenien
Mehr als 3.000 Tote soll es bei den Kämpfen um Bergkarabach gegeben haben. In nur wenigen Wochen haben die Streitkräfte Aserbaidschans, offensichtlich mit Hilfe der Türkei, das armenisch besiedelte Gebiet fast vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Wir begrüßen den Waffenstillstand und sehen gleichzeitig mit Sorge, dass Rüstungsexporte und Nationalismus so viele Menschenleben gekostet haben. Ob der erzwungene Kompromiss die Grundlage eines dauerhaften Friedens bildet, ist leider mehr als fraglich. Nationalismus und Krieg haben auf beiden Seiten tiefe Wunden hinterlassen, wie z.B. die Proteste in der armenischen Hauptstadt zeigen. Auch hier bedarf es eines für beide Seiten akzeptablen Interessenausgleichs, der den Schutz von religiösen und ethnischen Minderheiten einschließt sowie Vertreibungen und kriegerische Hetze, auch von außen, ausschließt.
Äthiopien
Noch vor einem Jahr wurden die neuen Friedensbemühungen zwischen Äthiopien und Eritrea mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt. Derselbe äthiopische Regierungschef, Abiy Ahmed, lässt nun die abtrünnige Provinz Tigray abriegeln. Medienvertreter gelangen nicht hinein, Hilfsorganisationen ebenfalls nicht, wie die UNO bemängelt. Berichte von Morden und Gräueltaten an Zivilisten häufen sich. Ob die oppositionelle TPLF tatsächlich zuvor einen Armeestützpunkt angegriffen haben, ist wohl noch schwer zu beurteilen. Das immense Leid der Bevölkerung macht aber deutlich: Die Kriegshandlungen müssen sofort beendet und ein Dialogprozess zwischen den Konfliktparteien eingeleitet werden. Afrikanische Union und UNO sind die dafür vorgesehenen Einrichtungen.
40 Jahre Friedensdekade
Die Ökumenische Friedensdekade endete am 18.11 und feierte dabei ihr 40-jähriges Bestehen. Als Friedensdekade wird in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag ökumenisch ein Zeichen für den Frieden gesetzt. Auch wenn dieses Jahr viele Veranstaltungen ausfallen mussten, wurde sie auch in Nürnberg durch christliche Friedensaktive mit Leben gefüllt.
Telegram-Kanal
Zukünftig bietet das Nürnberger Friedensforum eine neue Möglichkeit an, sich über seine Aktivitäten zu informieren. Wer im Besitz eines Smartphones ist, kann sich im dortigen App-Store die App „Telegram“ kostenfrei herunterladen und unter der Suchfunktion dem „Friedensforum Nürnberg“ folgen. Dort teilen wir Veranstaltungen und nützliche Informationen aus der Friedensbewegung
Das bundesweite Vernetzungs- und Informationstreffen, der Kasseler Friedensratschlag kann dieses Jahr nicht vor Ort stattfinden. Das ist natürlich sehr bitter, denn die Welt ist keinen Deut weniger kriegerisch geworden. Allerdings ermöglichen nun die Veranstaltenden durch die digitale Durchführung am Sonntag den 06.12 allen Interessierten die Teilnahme. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.friedensratschlag-digital.de/
Großer Zwischenerfolg
Mit der Unterzeichnung durch Honduras wird der Vertrag zum Verbot von Atomwaffenam 22.01.2021völkerrechtlich gültig. Auch wenn dadurch die Atomwaffen noch nicht verschwinden, ist das eine moralische und rechtliche Stärkung für eine atomwaffenfreie Welt. Nutzen wir sie!
Nächstes Treffen
am Montag, den 14. Dezember 2020, um 19.00 Uhr bei DIDF in der Wiesenstraße 86.
TOP Vorschlag
1. Politische Situation 2. Auswertung stattgefundener Aktivitäten
3. Planungen Ostermarsch 2021 4. Verschiedenes
Mit friedlichen Grüßen
Günter Höcht Michael Käser Ewald Ziegler
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Rundbrief Oktober 2020
Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
Bitte vormerken:
Nächstes Treffen Nürnberger Friedensforum:
bei der Aktionsberatung der Initiative „abrüsten statt aufrüsten“ am 11.10.20 in Frankfurt/M. wurde u.a. zu bundesweiten dezentralen Aktionen am 05. Dezember aufgerufen. Das ist der Samstag vor der Verabschiedung des Bundeshaushalts 2021. Der Aufruf ist im Anhang. Wir haben beim letzten Treffen des Nürnberger Friedensforum am 12.10.20 beschlossen uns daran zu beteiligen. Bei der Aktion müssen wir die Beschränkungen aufgrund von Corona und den Nürnberger Christkindlsmarkt berücksichtigen. Es gibt die Idee möglichst am Hallplatz mit einem Stand, Lautsprecher und einem großen Transparent gegen die Erhöhung der Rüstungsausgaben – für Abrüstung die Stimme zu erheben. Auf dem Transparent wollen wir den Widerspruch Friede auf Erden und Aufrüstung/Erhöhung des Verteidigungshaushalts veranschaulichen.
Wer dazu- Eine gute konkrete Gestaltungsidee hat
- und oder jemanden kennt, der so ein Transparent gestalten kann,
möge uns das bis zum Freitag, den 23.10.20 mitteilen.
Mo., den 14.12.20 um 19.00 Uhr in den Räumen der DIDF, Wiesenstr. 86; Nähe Christuskirche.
Weitere Infos im nächsten Rundschreiben
Mit friedlichen Grüßen
Günter Höcht Michael Käser Ewald Ziegler
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Rundbrief August 2020
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde!Freiheit für Taliban gegen Verhandlungen?
Die afghanische Regierung lässt einige hundert Kämpfer der Taliban frei. Damit scheint die letzte Hürde für Verhandlungen zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung aus dem Weg geräumt zu sein. Vorbereitet wurde das seit Monaten mit Gesprächen zwischen der US Regierung und den Taliban. Auch wenn wir meinen, das wäre auch ohne so viel Leid und Zerstörung möglich gewesen, hoffen wir natürlich, dass damit der Beginn einer friedlichen und selbstbestimmten Politik für das Land eingeleitet wird. Wie war das damals? „Unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt…“
Eine neue Waffenruhe …
… zwischen der ukrainischen Regierung und den nicht anerkannten Volksrepubliken ist seit 27. Juli in Kraft. Dazu soll auch ein Verbot von Drohneneinsätzen sowie die Stationierung von schweren Waffen in Ortschaften gehören. Wir hoffen auf eine dauerhafte Einhaltung.
Drohungen aus USA: Abzug von US Truppen
Ob die USA ihre Ankündigung wahrmachen und Truppen aus unserem Land abziehen? Von Seiten der Politiker hört man Sorge um Arbeitsplätze und Umsatzverlust in den Stationierungsorten. Selten wird das Naheliegende angesprochen: Abrüstung! Wer hindert die Bundesregierung daran, dies zum Anlass für gesamteuropäische Abrüstungsinitiativen zu nehmen? Zur Erinnerung: In diesen Tagen jährte sich der 50. Jahrestag der Unterzeichnung der „Moskauer Verträge“. Sie leitete eine Politik der Entspannung mit der damaligen Sowjet-Union ein. Und für einen zukunftsorientierten Umbau der Militärstandorte gibt es spätestens seit 1989 genügend positive Erfahrungen. Man muss nur wollen!
Negativ: Entwicklungen in Nahost
- Die beiden NATO Staaten Türkei und Griechenland setzen im Streit um Erdgasvorkommen in der Ägäis immer offener auch auf militärische Drohgebärden.
- Israel bombardiert immer noch in Syrien.
- USA steigen im Mai aus dem Atomabkommen mit dem Iran aus. Und setzen auf Sanktionen.
- Die kurdisch dominierten Syrisch Demokratischen Kräfte (SDK) haben mit dem US Ölkonzern DELTA Crescent Energy LLC einen Vertrag über Ölförderung in den von ihnen kontrollierten Gebieten geschlossen. Das setzt die Lostrennung vom syrischen Staat voraus.
- Auch die Lage in Libyen bleibt verworren. Die „beiden Regierungen“ haben einflussreiche Verbündete; beide sogar in NATO Staaten. Es geht um Erdöl. Nun ist die Fregatte „Hamburg“ der Bundesmarine zur libyschen Küste aufgebrochen. Sie soll im Rahmen der EU Mission „IRINI“ Waffenschmuggel nach Libyen unterbinden. Bei diesem Vorhaben gerieten griechische und französische Kriegsschiffe schon in Konflikt mit Kriegsschiffen ihres NATO Partners Türkei.
Brandgefährliche Gemengelagen! Verbale Abrüstung, vertrauensbildende Maßnahmen und ein Ausgleich berechtigter Interessen sind gefordert.
Negativ: Deutsche Initiativen
- Ungarn bekam am 24.Juli die ersten vier von 12 gebrauchten Leopard 2 Panzern. Weitere 44 neue Leopardpanzer, 24 Panzerhaubitzen und 20 Militärhubschrauber sollen noch geliefert werden. Wofür werden die gebraucht? Ob dieses Waffengeschäft etwas mit der von Nachsicht geprägten Haltung gegenüber Orban beim EU Gipfel zu tun hat?
- „Heimatschutz“ – Der Begriff wurde bereits in der Nazizeit verwendet, heute nutzen ihn Anhänger der Neonaziszene. Wenn nun Ministerin Frau Kramp-Karrenbauer einen freiwilligen Heimatschutz ins Leben rufen möchte, wer wird da wohl angesprochen? Außerdem: Welche Aufgaben soll er erfüllen, die nicht bisher von Feuerwehr, THW und Polizei wahrgenommen wurden? Es wäre auf jeden Fall ein weiterer Schritt, um die Bevölkerung an Bundeswehreinsätze im Inneren zu gewöhnen.
Unsere nächste Aktion: Antikriegstag am 01. September 2020
Gemeinsam mit dem DGB begehen wir am 01.09. den Antikriegstag. Wir werden ausgehend vom Hallplatz einige Male mit einem „Wurm“ (links und rechts halten drei Menschen ein Transparent) durch die Innenstadt ziehen, um darauf hinzuweisen, dass Gelder für Soziales und Bildung vom Militär geholt werden sollen. Schauen Sie doch zwischen 16.00 und 18.00 Uhr mal vorbei – HelferInnen sind besonders willkommen. Da zurzeit keine Flugblätter verteilt werden dürfen, laden wir im Friedensforum aktive Gruppen dazu ein, ein Transparent am Hallplatz aufzustellen/hinzulegen.
Menschenkette gegen „Ramstein“ am 26.09. in Berlin
Aufgrund der zu erwartenden Situation im September (Corona, weite Fahrt, Ferienende am 07.09.) haben wir bei unserem letzten Treffen am 10. August unsere Mobilisierungsfähigkeit als sehr gering eingeschätzt und werden deshalb keine eigene Busfahrt dorthin organisieren. Andere gemeinsame Fahrten bewerben wir.
Nächstes Treffen am Montag, den 12. Oktober 2020, um 19.00 Uhr im Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Str. 6
TOP Vorschlag:
- Politische Situation
- Durchgeführte Aktionen
- Nächste Vorhaben
- Verschiedenes
Mit friedlichen Grüßen
Günter Höcht Michael Kaeser Ewald Ziegler
Veranstaltungshinweise:
22.09. um 19.30: pax christi, Friedensmuseum und NEFF: „Ziviler Ungehorsam angesichts atomarer Vernichtungsgefahr“;
Gesprächsrunde mit Susanne Großmann und Dr. Joachim Schneider, pax christi; CPH, Königstr. 6416.10. um 19.30: Deutscher Freidenkerverband: „Meinst Du die Russen wollen Krieg?“ Referent: Jörg Kronauer, freier Journalist und Buchautor;
Villa Leon, Phillip Koerber Weg 1